Wasserschloß Taufkirchen - Vils - Sanierung und Ergänzung - seit 2006

Das Wasserschloss war bis 1998 als Teil des Bezirkskrankenhauses Taufkirchen genutzt. Das Schloss wird 2005 von Nico Forster erworben. Mit dem Versprechen, dass die hybride Nutzungsstruktur, die sich mittlerweile im Schloss gebildet hat. Da sind Ateliers, Wohnnutzung, betreutes Wohnen, Musikschule, öffentliche Nutzungen wie Trauungszimmer, Musiksaal und Gemeindearchiv, Ausstellungsräume und Gastronomie unter einem Dach in gegenseitig verträglicher Weise zu organisieren und räumlich zu gestalten. Dies bringt die Herausforderung an die Planungsaufgabe. Ein hybrider Gebäudekomplex.Das Schloss ist in einer geplanten Überarbeitung vor hundert Jahren durch Herrn Alversleben von einem schmucklosen, funktional erscheinendem Gutshof, der zwar die Stattlichkeit eines enormen Gebäudes hatte, in ein ‚Zuckerbäckerschloss‘ mit Zierde und Giebeln, mit Erkern und Dachreitern verwandelt. Eine Transformation des Gebäudes, die heute kein Denkmalschützer mitmachen würde. Eine burleske Überfrachtung, eine comichaftes Überzeichnung eines Gebäudes. Das hat uns sehr gefallen. In dem Sinn stellte das Überschütten mit orangeroter Farbe für uns den richtigen Umgang mit der Historie dar. Die neue Farbe, die natürlich in einer historischen Phase nachgewiesen war, stellt das Schloss in das Licht und die Heiterkeit, das es bei der Umplanung und dem Umbau vor hundert Jahren bekommen hat. Der erste Schritt von der Betrachtung der reinen Funktionalität des Gebäudes hin zu einer aktuellen heiteren Schönheit. Vielleicht errötet das Haus auch ein wenig vor der eigenen Geschichte.