Wettbewerb für den Neubau - Gymnasium Trudering - München - 1.Preis und Realisierung

in FREIE KLASSE MÜNCHEN - 2011 - 2014

Die Plastik im Außenraum „Platz an der Sonne“ akzentuiert sinnlich den außergewöhnlichen Baukörper und ist ein Signet des neuen Gymnasiums mit seiner zukunftsweisenden Architektur. Die Plastik greift den Gedanken einer Architektur für „innovative pädagogische Konzepte“ auf und ist deshalb keine statische Erscheinung, sondern verändert sich ständig und bleibt in Bewegung. Trotz ihrer markanten Größe, eine Geste die der voluminöse Baukörper gut verträgt, hat „Platz an der Sonne“ etwas Lichtes, Leichtes und Spielerisches. „Platz an der Sonne“ bringt Licht in den Schatten. Die Plastik erhellt mit den an ihrer Spitze angebrachten Reflexionspaneelen die durch das mehrgeschossige Gebäude deutlich beschattete Entrée-Zone der Schule. Mit der Anmutung dieses Ortungsgeräts verortet die Plastik das Gymnasium dort, wo es ist: In Trudering-Riem. Also in einem Stadtbezirk, dessen Geschichte, Siedlungsstruktur und politische Diskussion über Jahrzehnte durch den Flughafen und seine Lärmbelästigung geprägt war. Die Plastik gibt damit dem konzeptionell nicht-ortsspezifischen Baugefüge Identität, in dem sie auf ihren eigenen Grund verweist: Denn ohne die Auflassung des Flughafens Riem, der damit verbunden Immobilienentwicklung, hätte es keine Nachverdichtung der Gartenstadt gegeben, die wiederum den Schulneubau forciert, der wiederum der Grund des autonomen künstlerische Werks „Platz an der Sonne“ ist.

FOTOS: EDWARD BEIERLE