WO VERKEHRT DIE BAUKULTUR

 

Die fünfte Architekturwoche befasst sich schwerpunktmäßig mit Stadtlandschaft, also der Peripherie der Stadt München. Das Projekt ”Wo verkehrt die Baukultur?” entstand im November 2009 auf Einladung der Bundesstiftung Baukultur im Rahmen einer Veranstaltung zu Baukultur in München. Basierend auf der Plattform “Kunst im Stau”, einem Projekt von Alexander Nüsslein, das die Außenflächen eines LKWs als “fahrende Galerie” zur Verfügung stellt, hat das Atelier Held (Hermann Hiller und Edward Beierle) in gemeinsamer Kooperation mit Palais Mai und 'Kunst im Stau' Orte in der Stadtlandschaft Münchens aufgesucht und untersucht.

Einer Route folgend, die ein möglichst breites Spektrum von Stadtlandschaft darstellt, wurden vor Ort die Nutzer der Orte/Flächen gebeten, sich fotografieren zu lassen.

Es entstanden jeweils zwei Fotos, die einen gegenüberliegenden, um 180 Grad versetzten Blickwinkel zeigen.

Die Ladefläche des LKWs wurde zur Bühne, Wohnzimmer und Rahmen, die Architektur zur Tapete und Bühnenbild. Das Spannungsfeld zwischen gestalterischer Absicht und tatsächlicher Nutzung, der Zufall als Gestaltungsmittel, als auch das sich ergebende, mannigfaltige Gesamtbild einer Stadt wird durch die öffentliche Ausstellung auf den Wänden des LKWs einer großen Öffentlichkeit zugänglich.

Außerhalb der Geschäftszeiten kann auch die Innenfläche des LKWs bespielt werden. Während der ersten Ausstellung der Fotografien zu der bereits erwähnten Veranstaltung im November 2009 wurde eine Rückprojektionswand im Laderaum installiert und mittels eines Beamer die Fotos in Originalmaßstab darauf gezeigt.