Frufru de Escada - Nähperformance - Prater der Volksbühne - Berlin - 2003

Fotos: Edward Beierle

Auf der Bühne des Praters stehen 3-4 Nähmaschinen. Sie werden abwechselnd von den Schneiderinnen bedient. Am vorderen Rand der Bühne hängt ein gazeartiger Vorhang auf den projiziert wird. Die Nähmaschinen stehen dahinter, sind schwach beleuchtet. Es gibt Gegenlicht, das eine Schattenprojektion der Nähmaschinen und Schneiderinnen auf den Vorhang. Das Nähmaschinengeräusch wird laut und immer lauter verstärkt. Die Gäste der Veranstaltung ‚City of Coop' aus Buenes Aires, Rio de Janeiro und Berlin sind die DarstellerInnen der Performance. Sie tragen die umgearbeiteten Haushaltskittel und unterhalten sich auf der Treppe in vier Sprachen. Frufru ist eine Handarbeitstechnik der Coopa Roca, ist aber auch umgangssprachlich ein Begriff für Geschwätz. Die erste Darstellerin erscheint im Dunkel der Bühnentiefe. Der DJ übertönt mit seinem Sound die Nähmaschinen. In der live zusammengesetzten Soundcollage werden direkt übertragene Gespräche von der Treppe zusammengesetzt. ‚FruFru de Escada' entsteht. Mal im Dunklen sitzend, mal beleuchtet - Grüppchen auf der Treppe sitzen zusammen, verändern sich. Die Treppe ist voll mit Menschen, die applizierte Kleider der Coopa Roca tragen. Hier steht jemand auf, bewegt sich zu einer anderen Gruppe. Immer Bewegung. Snapshot. Blitzlicht. Gruppenfoto. Die Treppe wird dunkel. Zuerst Bühne, wird sie Zuschauerraum.